BärlauchBärlauchblätterBärlauchblütegeschlossene BlütenknospenBärlauchwald

Bärlauch (Allium ursinum)

Alternative Bezeichungen

Knoblauchspinat, wilder Knoblauch, Waldknoblauch, Hexenzwiebel, Zigeunerlauch, Ramsen, Waldherre

Beschreibung

Blätter: grundständig mit max. 2cm langem Stiel, länglich spitz zulaufend bis 20cm lang. Oberseite von dunklerem grün als Unterseite. Geruch typisch laichartig, was auch die biologische Verwandtschaft mit Schnittlauch, Knoblauch und Zwiebel verrät. Blüten: Die Blüten sind weiss und wachsen in Scheindolden. Die Blüten werden nicht verwendet.

Standort

Bärlauch wächst in ganz Europa in schattigen, humusreichen, feuchten Wäldern. Auf Grund der grossen Beliebtheit von Bärlauch kennt heute fast jeder "sein" Bärlauchplätzchen, auf dem massenhaft geerntet werden kann.

Ernteempfehlung

Warnung: Die Blätter des Bärlauchs ähneln denen des Maiglöckchens, des Aronstabs und der Herbstzeitlosen. Dies sind allesamt Giftpflanzen nach deren Genuss sogar Todesfälle verzeichnet werden. Ernten Sie Bärlauch daher nur wenn Sie sicher sind, diesen richtig bestimmt zu haben. Ernten Sie die Blätter einzeln.
So gross die Vorfreude auf die Bärlauchzeit ist, so kurz ist dann leider die Erntezeit. Auf machen Stellen lassen sich bereits im Februar die ersten Blätter ernten. Geerntet werden junge Blätter. Für massenhafte Verwendung kann man auch ältere Blätter mitpflücken. Junge Blätter vor der Blüte sind die gehaltreichsten Pflanzenteile.
Mit den noch geschlossenen Blütenknospen kann man Bärlauchkapern ansetzen.

Wirkung

Bärlauch ist ein Arzneimittel aus dem Mittelalter. Hauptanwendungen liegen im Bereich Magen-Darm sowie Arteriosklerose und Bluthochdruck. Weiters gibt es natürliche Wurmkuren mit Bärlauch. Bärlauch ist Cholesterinsenkend. Bärlauch eignet sich hervorragend für eine reinigende "Frühjahrskur". Sollte der regelmäßige Verzehr von Bärlauch nicht möglich sein, so kann man diese Kur auch mit Bärlauchtinktur durchführen.
Bärlauch ist durch seine enthaltenen Schwefelverbindungen in der Lage Giftstoffe aufzunehmen und auszuscheiden. Dies nutzen in den letzten Jahren vor allem auch Amalgambelastete zur Ausscheidung von Quecksilber. Auch hier scheint eine regelmäßige Einnahme in Form von Extrakten die sinnvollste zu sein.

Verwendung in der Wildkräuterküche

Wer den charakteristischen Geschmack von Bärlauch schätzt, sollte ihn roh, geschnitten geniessen. In Saucen, Aufstrichen, Salaten usw. kann er fast jede Speise auch als Ersatz für Schnittlauch bereichern.
Nachdem Bärlauch sicher das am meisten verwendete Wildkraut ist, jedoch die Erntezeit auf so kurze Zeit begrenzt ist, gibt es zahlreiche Versuche ihn haltbar zu machen. Möglichkeiten sind einfrieren, trocknen, Ansetzen einer Tinktur, Vergären zu einem Bärlauch Kimchi usw.
Die Blütenknospen können vor dem Aufblühen geerntet und zu Bärlauchkapern verarbeitet werden.

Rezepte mit Bärlauch

Bärlauchsuppe
Wildkräuterweckerl
Bärlauch-Spinat Grünotto
Wildkrautkapern


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