Brunnenkresse (Nasturtium officinale)

Die Brunnenkresse gehört zu den geschmackvollsten Wildkräutern. Der scharfe, frische Geschmackist ähnlich der Gartenkresse, aber noch etwas exquisiter.

Alternative Bezeichungen

Beschreibung

Die Brunnenkresse hat hohle, kahle Tiebe die bis zu 90cm lang werden und meist im Wasser oder Sumpf liegen. Ab Mai bildet sie feine weiße Blüten an langen Blütenständen mit Schoten unterhalb. Die Brunnenkress ist immergrün.

Es gibt zahlreiche Varianten der Pflanze und selbst bei eigenem Anbau im Garten können aus den Samen neue Wuchsformen entstehen. Alle Varianten sind gleichermassen geniessbar, sie unterscheiden sich nur etwas in Farbe und Wuchsform. Für den Gartenanbau werden häufig etwas größerblättrige Varianten bevorzugt.

Standort

Die Brunnenkresse ist eine Wasserpflanze. Anders als feuchteliebende Kräuter, die man auch an Wegrändern usw. findet, ist die Brunnenkress praktsich ausschliesslich direkt am oder im Wasser zu finden. Gerade entang kleiner Bäche hat man gute Chancen auf die Brunnenkresse zu stoßen, es gibt sie aber auch an Teichen.

Ernteempfehlung

Die ganze Pflanze kann geerntet werden. Verwechslung mit dem bitteren Schaumkarut sind möglich. Das bittere Schaumkraut hat aber keine hohlen Stängel, sondern diese snd mit Mark ausgefüllt. Die Verwechslung ist unproblematisch, weil das Schaumkraut ähnliche Eigenschaften besitzt und auch ähnlich schmeckt.

Die Brunnenkresse sollte aus hygienischen Gründen nur aus fliessenden Gewässern und ncht von Weiden entnommen werden. Die beste Erntezeit ist vor der Blüte. 

Brunnenkresse kann nicht getrocknet werden. Um leichter an frische Brunnenkresse zu kommen kann sie gut im Garten kultiviert werden. Sie zählt ja auch zu den typischen Gartenkräutern. Nach der klassichen Bauweise der Kräuterspirale ist sie das unterste Kraut am Gewässer, das man an der tiefsten Stelle der Kräuterspirale macht.

Wirkung

Der Brunnenkresse werden allerlei Wirkungen nachgesagt. Wissenschaftlich betsätigt sind diese nicht, aber trotzdem sind sie tief in der Heilkräutermedizin verwurzelt. Brunnenkresse ist appetitanregend, stoffwechselfördernd, harntreibend und blutreinigend. Haupteinsatzgebiete sind somit Harnwegsinfekte und Leiden im Nieren-Blasen Bereich, "Entschlackung" von Leber, Lunge und Magen, Diabetes sowie Entzündungen aller Art, insbesondere aber der Mundschleimhaut. 

Der hohe Gehalt an Nährstoffen (u.a. Vitamin C) ist vor allem deswegen von Bedeutung, weil eine Ernte der Brunnenkress auch im Winter möglich ist. Die möglichen Mengen halten sich aber meist doch in Grenzen, wenn man nicht auf gekaufte, gezüchtete Ware ausweicht. 

Verwendung in der Wildkräuterküche

Da Brunnenkresse vor allem frisch genossen wird, eignet sie sich hervorragend für Frühlingssalate oder in Suppen. Sie wird auch zum Granieren von Sandwiches und Steaks verwendet. 

Die Brunnenkresse kann kaum haltbar gemacht werden. Frische Blätter feucht eingewickelt halten einige Tage im Kühlschrank.

Rezepte mit Brunnenkresse



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