GierschGierschGiersch

Giersch (Aegopodium podagraria)

Alternative Bezeichungen

Erdholler, Wiesenholler, Dreiblatt, Geißfuß, Ziegenkraut, Schettele, Zaungiersch, Baumtropf

Beschreibung

Am kahlen, kantig gefurchten Stängel mit der Höhe von 30 - 100cm wachsen die Blätter die mehrfach gegliedert sind. Sie sind länglich spitz mit gesägtem Rand. Die weissen Blüten wachsen in 12-25 strahligen Dolden. Es ist ein gefürchtetes Unkraut, das selbst aus winzigen Wurzelteilen neue pflanzen treiben kann. 300 x mehr Vitamin C als Salat ist das Argument, dass den Anblick von Giersch im Garten versüßt.

Standort

Giersch wächst bevorzug in schattigen Auwäldern, aber auch in fast jedem Garten ist er kaum auszurotten.

Ernteempfehlung

Es gibt giftige Pflanzen, die nicht unähnlich aussehen. Neben dem typischen Petersieliengeruch ist der dreieckige Querschnitt der Blattstängel ein eindeutiges Erkennungsmerkmal.

Wirkung

Giersch wurde traditionell gegen Gicht und Rheuma eingesetzt. Er zählt aber nicht zu den klassischen Heilkräutern. Es gibt aber keine wissenschaftlich belegten Wirkungen von Inhaltsstoffen. Wie alle Wildkräuter zeichnen ihn aber jede Mange gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe wie Kalium, Vitamin C, Karotin und Eisen aus.
Das früher Geißfuß genannte Kraut war schon ein Hauptbestandteil der menschlichen Nahrung in der Steinzeit. Auch als Tiernahrung wurde es seit jeher verwendet.

Verwendung in der Wildkräuterküche

Giersch kann als Salat oder auch wie Spinat zubereitet werden. Dr Geschmack liegt zwischen Spinat und Petersilie. Durch das massenhafte Auftreten des oft hartnäckigen Unkrauts, steht er fast ganzjährig in grosser Menge zur Verfügung.
Giersch ist ein hervorragendes Suppenkraut und kann jeder Suppe roh beigegeben werden.

Rezepte mit Giersch

Wildkräuterweckerl


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